Aktuelles

 

Einladung: Urban Food Governance im Wandel

Das von der Schweisfurth Stiftung mit Partnern ins Leben gerufene Deutsche Netzwerk Ernährungsethik (DNEE http://www.dnee.de) lädt gemeinsam mit dem Netzwerk Ernährungskultur (Esskult.net) zur Herbsttagung „Ernährung kehrt in die Stadt zurück – Innovative Ansätze urbaner Food Governance“ vom 10.-11. November 2017 an die Hochschule Fulda ein.

Genauere Informationen und das Programm finden Sie hier >> Online lesen

 


Call for Papers für die Tagung „Ernährung kehrt in die Stadt zurück – Innovative Ansätze urbaner Food Governance“

Das Netzwerk Ernährungskultur (Esskult.net) & die Schweisfurth Stiftung/Deutsches Netzwerk Ernährungsethik (DNEE) laden Wissenschaftler/innen und Interessierte zur Tagung nach Fulda ein. Vom 9.-11. November 2017 stehen an der Hochschule Fulda urbane Ernährungssysteme und ihre Rolle in der kommunalen Nachhaltigkeits-Governance im Fokus. Ziel der Tagung ist es, neue Ansätze und Konzepte einer urbanen Food Governance zu beleuchten sowie ihre Potenziale und Grenzen auszuloten und zu diskutieren.

Eingeladen sind Wissenschaftler/innen unterschiedlicher Fachdisziplinen, wie Soziologie, Politikwissenschaften, Kulturwissenschaften, Ethnografie, Geschichtswissenschaften oder Geografie. Wir möchten vor allem Nachwuchswissenschaftler/innen auffordern, sich mit wissenschaftlich-theoretischen oder praxisorientierten-empirischen Beiträgen zu bewerben.

Genauere Informationen finden Sie im offiziellen Call for Papers >> Online lesen

 


Von Empörungsindustrie, Vegida und der notwendigen Rückkehr zur Dialogfähigkeit

Essen wird hierzulande zunehmend zu einem Lebensgefühl, zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Zuweilen wird Essen auch zu einer Ersatzreligion: Die gesellschaftliche Debatte um "gutes" oder "böses" Essen, über Gesundes und Ungesundes, über ethisch Gebotenes und Verbotenes nimmt zunehmend an Fahrt auf. Der Philosoph und Autor Johannes Bucej hat sich in seinem Blog DENK MAHL Gedanken gemacht, was geschieht, wenn sich berechtigte Tierschutzinteressen in einer von persönlichen Befindlichkeiten getriebenen, totalitär anmutenden Skandalisierungsdebatte verlieren.    

Johannes Bucej: "Wenn Vegida „Skandal“ raunt oder: Wie radikale Tierschützer sich zu nützlichen Idioten des industriellen Agrobusiness machen". >> Online lesen

 


Tiere töten?

Kuh Augen 2 kl

 

Tiere töten - Was bedeutet das? Keiner geringeren Frage widmet sich Dr. Jakob Weiss, Beirat im Bioforum Schweiz, in seinem gleichnamigen Beitrag. Der lesenswerte Text erschien in Kultur und Politik (3/2015), hier können Sie ihn online lesen >> PDF.

 

 

 



Kultur der Mitgeschöpflichkeit

 "Das Nutztier als Mitgeschöpf" lautete der Titel der Tagung, die am 16. & 17. November in der Evangelischen Akademie Tutzing stattfand. Vorstand Franz-Theo Gottwald war dabei - eine Nachlese (PDF).

 

1 Input  Prof Gottwald Nutztier als Mitgeschöpf   
Fotos: Institut TTN      

 



Entwicklung des Biolandbaus - Wohin geht "Bio 3.0"?

Landwirtschaft und Hightech wachsen immer enger zusammen. GPS auf dem Feld, Transponderhaldbänder im Stall - der moderne Landwirt verbringt mehr Zeit am PC als bei seinen Tieren. Der Ökolandbau möchte an Anschluss an die modernen Technologien nicht verpassen. Die Angst, abgehängt zu werden, geht um - diesen Eindruck gewinnt man, liest man das Diskussionspapier "Wege zu mehr Bio in Europa und weltweit! Ein Diskussionsbeitrag zu Öko- oder Biolandbau 3.0", den Bio Austria, Bioland, Bio Suisse, Naturland und FiBLanlässlich der Biofach 2015 im Frühjahr vorgelegt haben. Der Umweltwissenschaftler Dr. Nikola Patzel setzt sich in seinem hochaktuellen Essay "Bio 3.0" kritisch mit dem Fortschrittsdrang der Branche auseinander. Eine lesenswerte und spannende Lektüre, die die kontroverse Diskussion um einige Grundsatzüberlegungen bereichert!

Nikola Patzel: Bio 3.0. In: Kultur & Politik, 2/2015, S. 10/11. >> PDF
 
 



Thema Religion & Ernährungsethik: Islam, Halal und religiöse Schlachtung

DNEE widmet sich 2013/2014 verstärkt einem neuen Themengebiet, den ernährungsethischen Aspekten innerhalb religiöser Glaubensgemeinschaften, insbesondere dem Islam. Mehr als 1,6 Milliarden Menschen sind Moslems - neben dem Christentum ist der Islam die größte Glaubensgemeinschaft weltweit. Zahlreiche Gebote im Islam beschäftigen sich mit der Ernährung, der Zulässigkeit bestimmter Lebensmittel und deren Zubereitung. Der Bedarf an solchen Lebensmitteln wächst stetig - ein guter Grund, sich auch aus ernährungsethischer Sicht vertieft  mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Isabel Schatzschneider, die im Rahmen ihrer Dissertation ein Praktikum in der Schweisfurth Stiftung absolvierte, hat sich in einer Vielzahl von Papers mit  islamischen Ernährungsvorschriften und der religiösen Schlachtung (Schächten) im Islam auseinandergesetzt. Schwerpunkt ihrer Arbeiten ist die Verbindung islamischer Ernährungsprinzipien mit heutigen landwirtschaftlichen Methoden. Das Thesenpapier, das sie zu diesem Thema im Rahmen ihres Praktikums angefertigt hat, können Sie hier herunterladen. Daneben beschäftigt sich Isabel Schatzschneider mit der Entwicklung des Halal-Marktes und möglichen Marktchancen für deutsche Unternehmen. Im Januar 2014 nahm sie gemeinsam mit Professor Gottwald, Vorstand der Schweisfurth Stiftung, an der Konferenz " Ethics & Environment" des Research Centers for Islamic Legislation and Ethics (CILE) teil.

Isabel Schatzschneider (2014): Islamische Ethik und Ernährung. Gegenwärtige Probleme in der Produktion tierischer Lebensmittel aus islamischer Perspektive.
>> Hier downloaden (PDF)

Weitere Papers von Isabel Schatzschneider (2012):

The Debate on Genetically Modified Food. An Islamic Perspective. Hier online lesen.

Contemporary Animal Farming in Light of Islamic Principles. Hier online lesen.

Food Ethics and Islam. Hier online lesen.

 



Publikation "Essen & Moral. Beiträge zur Ethik der Ernährung"

TITELBILD

Essen und Moral sind seit jeher miteinander verwoben. Der tägliche Überlebenskampf besteht nach wie vor für die überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung. Eine Minderheit hingegen lebt in Saus und Braus: Lebensmittel sind jederzeit in beliebiger Menge verfügbar. Der beliebige Umgang mit Lebensmitteln zeigt sich nicht zuletzt in der gigantischen Verschwendung von Lebensmitteln, die jährlich auf dem Müll landen. Doch mit zunehmender Globalisierung, Technisierung und Spezialisierung werden Lebensmittel immer stärker zu moralisch aufgeladenen Gütern, weil die Folgen für Mensch, Tier und Umwelt immer weitreichender sind. Jeder Bissen ein Fall für das Gewissen?
Die Beiträge des Bandes "Essen & Moral", der im Mai 2013 im Metropolis Verlag erschien, schildern, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die mannigfaltigen ethischen Herausforderungen, denen sich jeder von uns täglich aufs Neue stellen muss – sei es als Produzent, Vermarkter oder Verbraucher.

Detailfragen wie Patentierung von Leben oder die Kennzeichnung gentechnikfreier Lebensmittel werden von den Autorinnen und Autoren dabei ebenso aufgegriffen, wie grundsätzliche philosophische Fragen, die sich etwa insbesondere beim Verzehr von Produkten tierischer Herkunft stellen. Der Band ist der 5. Band der Reihe "Agrarkultur im 21. Jahrhundert", der von der Schweisfurth Stiftung herausgegeben wird.


Gottwald, Franz-Theo & Boergen, Isabel (Hrsg.) (2013): Essen & Moral. Beiträge zur Ethik der Ernährung. 5. Band der Reihe Agrarkultur im 21. Jahrhundert. Marburg: Metropolis Verlag. 169 Seiten, 18.- Euro.

>> Inhaltsverzeichnis (PDF)
>> Bestell-Link zum Verlag

 

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